Angekommen in „Cape Town“, der „Mutterstadt“. Warum eigentlich „Mother City“? Nachdem auch der Taxifahrer keine Erklärung hatte, mußte dann doch das Internet her halten:
In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde in einer Kapstädter Zeitung geschrieben, dass Kapstadt die einzige Stadt in Südafrika sei, die sich selbst als Metropole bezeichnen dürfe. Die Öffentlichkeit hatte sich an diese Bezeichnung gewöhnt und weil das Wort ‘Metropolis’ vom griechischen Wort ‘meter’ oder ‘metros’ abgeleitet ist, was ‘Mutter‘ bedeutet und ‘polis‘ die griechische Bezeichnung für “Stadt“ ist, war der Spitzname der ‘Mutterstadt‘ geboren.
(Quelle: http://www.kapstadtmagazin.de)
Direkt während der Ankunft fällt einem schon auf, dass die Menschen hier etwas entspannter und gelöster sind. Alles geht etwas langsamer. Auf dem Weg vom Flugzeug zum Terminal sah man auch diverse Menschen in der Sonne auf dem Rollfeld entspannen oder gar schlafen. Das würde es in Deutschland nicht geben. Auch das ganze Thema Passkontrolle war derart unaufgeregt. Anders als man es von US-Reisen her kennt. Der Officer an der Passkontrolle hat sogar gelacht. Ehrlich! Auch die Geburtsurkunde, die wir uns noch kurz vor der Angst geholt hatten, wurde anstandslos akzeptiert. Puhhhh!
Nach der Entgegennahme des Gepäcks, wurden wir dann freundlich von einem Mitarbeiter eines Shuttel-Services empfangen. Nach 11 Stunden Flug hat man wahrlich keine Lust mehr sich um Taxi oder gar Mietwagen zu kümmern. Außerdem ist hier Linksverkehr angesagt, was zu Beginn immer erst mal ein Knoten im Kopf bedeutet. So, als müsse man plötzlich als Rechtshänder mit links seinen Namen schreiben. Ist nicht teuer und klar zu empfehlen.
Dann ging es direkt in die Ferienwohnung und die ist wirklich top! Schöner als bei uns zu Hause, was meine Frau mit „bedauern“ feststellte. Mit Terrasse und kleinem Pool. Wirklich schön. Hier werden wir nun die ersten 10 Tage verbringen, um anschließend mit dem Wohnmobil für 4 Wochen die Garden Route zu erkunden.
Da wir erst am Freitag gelandet sind, haben wir natürlich noch nicht viel gesehen. Zumal es bisweilen sehr windig war. Wir haben versucht zu Fuß zum Strand zu gehen, was fast in eine Katastrophe geendet wäre, da der Wind derart starke Böen hatte, dass uns fast unser kleiner Sohn samt Kinderwagen weg geflogen wäre! Der Verlust meine Basecap, die mittlerweile wohl schon in Madagaskar sein dürfte, ist da noch das geringste.
Wie auch immer. Wir haben uns dann auf Anraten der Agentur die „Uber-App“ runter geladen und können so für 1,67€ von uns zum Strand fahren. Echt easy. Auch das ist für mich ungewohnt:
Hier werde ich nicht beschimpft, wenn die Fahrt nur sehr kurz ist. Eine wundervolle Erfahrung. Ich habe auch einen Fahrer mal darauf angesprochen, ob er es nicht schade fände, dass er nur so kurz unterwegs sei und er sagte, dass er für jede noch so kleine Fahrt dankbar sei, da viele kleine Fahrten wie eine große seien. Erzähl das mal einem Taxifahrer am Münchner Flughafen, wenn du „nur“ nach Halbergmoos oder Freising willst…
Gestern haben wir dann unser Auto bekommen und konnten die nähere Gegend erkunden und uns an den Linksverkehr gewöhnen, ohne weitere Schäden an Leib und Leben :-)).
Schließlich sind wir an der Hout Bay in der Marina geendet. Haben frischen Fisch und Wein gekauft für unser erste BBQ am Abend und konnten Niklas die Robbe kennen lernen (siehe Bilder).
Ein gelungener Start!