Eine Woche sind wir nun hier. Die Zeit vergeht wie im Flug und ich glaube man kann sagen, daß wir angekommen sind. Allen geht es gut und wir haben uns ein wenig eingelebt. Und natürlich haben wir auch das ein oder andere touristische Highlight genossen (siehe Bilder am Ende), nachdem wir erst einmal unsere „home base“ (Camps Bay) erkundet haben.
Waterfront
Zunächst sind wir dann einmal mit den typischen roten Hop-on Bussen durch die Stadt gefahren. Das macht absolut Sinn – auch mit Kindern. Man sieht viel und die Kommentare, die man über Kopfhörer in Deutsch eingespielt bekommt sind interessant und hilfreich. Unser Ziel war zunächst die Victoria & Alfred Waterfront. Dieses rankt sich um die beiden historischen Hafenbecken, die vor über hundert Jahren angelegt wurden und nach der britischen Königin Victoria und ihrem Sohnes Alfred benannt wurde. Eine super-schöne Gegend.Buntes treiben auf den Straßen, schicke Lokale und jede Menge Galerien, Kunsthandwerk und sonstige Geschäfte.
Auch für Kinder wirklich nett. Es gab ein Riesenrad, Zuckerwatte, Spielplätze und ein Becken zum planschen, wo Kinder jeden Alters und jedweder Nationalität zusammen freudig umher sprangen.
Zum Abschluß des Nachmittages sind wir dann in das anliegende Aquarium gegangen was auch wirklich zu empfehlen ist. Fische jedweder Couleur, Pinguine und was das (Kinder-)herz begehrt. Ein wirklich schöner Ausflug.
Kap der guten Hoffnung
Am nächsten Tag wurden wir dann schon ein wenig mutiger und sind in Richtung Kap der guten Hoffnung aufgebrochen. Wenn ich Kap der guten Hoffnung höre und an all die Seefahrer Geschichten denke, dann werde ich fast ein Stück sentimental und der Pirat in mir regt sich.
Alleine der Weg dahin ist schon irre. Man fährt über Chapman’s Peak, was eine 9 Kilometer lange Küstenstraße mit 114 Kurven bedeutet. Klar, ein rechtes „Gegurke“, aber eben landschaftlich besonders schön. Weiter geht es dann durch Simon’s Town.
Zwischenstop bei den Pinguinen von Boulder’s Beach, was auch in jedem Fall sehenswert ist. 2100 Pinguine, die einfach so frei rumlaufen und die auch am Strand zwischen den Badegästen umher rennen als wäre es das normalste der Welt. Wirklich lustig.
Und nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir dann endlich am sogenannten „Cape Point“, was eine Art Touristenzentrum ist und von wo aus man das Kap erkunden kann. Man kann mit einer Bahn (oder zu Fuß) bis zum Leuchtturm fahren und von dort das ganze Kap überblicken. Das ging sogar mit Kinderwagen! Die einzige Herausforderung war der Wind. Da hat es gepfiffen wie sonstwas! Aber das kennen wir von Camps Bay ebenso. Augen zu und durch. Der Ausblick und das Gefühl an einem Ort zu sein, der so viele Geschichten umrankt war einfach toll.
Tafelberg & Bo-Kaap
Am nächsten Tag haben wir dann mal ein wenig gechillt und sind dann am Tag darauf in Richtung Tafelberg aufgebrochen, der etwa 5 Minuten von uns entfernt ist. Hoch mit der Bahn und dann ein wenig spazieren und die Natur und den Ausblick genießen. Auch sehr, sehr sehenswert.
Töchterchen ist von einem Stein zum nächsten gesprungen und hatte den Spaß ihres Lebens. Wir waren selbst erstaunt, aber dieses Plateau hat einfach etwas besonderes. Das Wetter war auch top. Keine Wolken, toller Ausblick und da wir recht früh los sind, waren noch nicht so viele Menschen unterwegs. Traumschön!
Von dort aus sind wir dann wieder ins Zentrum gefahren (alles mit Uber. Kostet nix hier!) und haben uns Bo-Kaap (die bunten Häuser) angeschaut und waren dann entspannt in der Longstreet essen.
Langsam
Wir hetzten aber auch nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Meist sind wir recht früh wieder zu Hause. Grillen dann auf unserer Terrasse, gehen lecker Essen oder verbringen die Zeit, wie heute, am Strand.
Im Moment fühlt es sich auch an wie ein ganz normaler Urlaub. Es geht uns hier sehr gut, die Kinder machen toll mit und wir freuen uns jetzt schon auf Montag, wenn wir in unser Wohnmobil ziehen und uns auf den Weg machen können, zu unseren nächsten kleinen Abenteuern. Vier Wochen im Wohnmobil. Na, das wird was 😉