Über Plettenberg Bay hatten wir vorher verschiedene Meinungen gehört. Von „muss man nicht gesehen haben“ bis „super schön“ war alles dabei. Wir wollten es uns selbst anschauen und wurden nicht enttäuscht. Gar nicht mal weil wir den Ort so toll fanden, sondern weil wir wieder mal so viele schöne Momente genießen durften. Zum Beispiel hatten wir einen super Stellplatz an einer Lagune, direkt an einem Badesteg. Die Lagune wurde abends beleuchtet und als wir für einen Sundowner an unseren Badesteg gingen, hatten wir Gesellschaft von einem Seelöwen, der sich im Wasser vergnügte. Dieses Spielchen wiederholte sich jeden Tag. Es war so schön, das so nah beobachten zu können.
Wir waren 5 Nächte in Plett, so lange sind wir vorher nirgends geblieben. Und das obwohl wir nicht nur tolles Wetter hatten. An den „schlechteren“ Tagen (bewölkter Himmel :-)) waren wir im Robberg Nature Reserve wandern. Unsere 4-jährige Tochter ist an einem Tag sogar fast 8km gelaufen. Belohnt wurden wir mit dem Anblick der gesamten Seelöwen-Kolonie und – nachdem der Anstieg zum Teil sehr steil war und auf allen vieren bewältigt werden musste – einer riesigen Düne zum runterrutschen und ein wunderschöner einsamer Strand.
Als am 6. Tag das Wetter so richtig schlecht wurde haben wir unseren Tommy gepackt und sind 300km in die Nähe von Swellendamm gefahren. Da gab es dann wieder Sonne und ein Campingplatz der besonderen Art mit dem Namen Kam´Bati. Weit weg von jeder Stadt und Straße (entsprechend holprig war mal wieder die Anfahrt) in der absoluten Pampa an einem Fluss. Aber mit Poollandschaft, Wasserrutschen und Spielplatz. Und mit Gänsen, Hühnern und einem Hund, der beschlossen hatte bei uns zu wohnen. Die Gänse waren nicht so toll, aber nachdem wir ja dann einen Hund hatten, sind die auch fern geblieben.
Unsere letzte gemeinsame Tour in unserem Tommy, hat uns nach Somerset West (ganz nah an Kapstadt) gebracht. Die 4 Wochen mit dem Wohnmobil sind jetzt vorbei und wir sind wieder in ein Haus mit eigenem Bad und weißer Bettwäsche gezogen. Auch wieder schön. Aber ausgerechnet ich (heute schreibt nämlich mal Mama) würde gern noch weiter mit Tommy fahren. Obwohl er nicht der neueste und besonders komfortabel war, obwohl wir nur selten die Gelegenheit hatten Wäsche zu waschen, obwohl ich mir das Bad morgens mit anderen teilen musste, obwohl wir jeden Tag von einem Tisch gegessen haben, der gerade mal 60×40 cm hatte (zu viert kaum möglich) und obwohl es zum Teil echt eng war. Wir konnten einfach so spontan sein und es war so herrlich unkompliziert. Wir wussten heute nicht, wo wir morgen sein werden, da es immer anders kam, als vorher geplant.
Die letzen Tage werden wir in Gästehäusern und Hotels verbringen. Mal sehen wohin es uns noch verschlägt. Aktuell haben wir nur für die kommenden 4 Tage geplant. Wir werden berichten.
Jetzt läuft hier erst mal die Waschmaschine rund :-)))
Wie cool von euch zu lesen. Uns fiel der Abschied vom Camper auch schwer. Milla hat vor der Rückgabe jedes einzelne Möbelstück im Camper umarmt und versprochen wieder zu kommen :-))) Geniesst die letzten Tage mit dem heißen Schlitten! 🙂
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