Pizza, Pasta, Gelato. Und das ist nur der erste wunderbare kulinarische Dreiklang, der einem über die Lippen kommt, wenn man an italienisches Essen denkt.
Es gibt kaum ein Land, was soooo lecker is(s)t!
Und dann auch noch Wein, Käse und Salami und oben drauf noch Tiramisu und andere süße Schweinereien. Ach, man könnte endlos weiter machen. Mir fällt auch kaum ein Land in Europa ein, wo einem das Essen nicht spätestens nach 2 Wochen auf den Nerv geht.
Ok, Frankreich soll ja die beste Küche haben, aber da wird’s dann auch häufig für den weniger frankophilen Menschen kompliziert – zumindest nach unserer Erfahrung. Griechenland, Spanien, Portugal, Kroatien, … einfach nicht sonderlich abwechslungsreich und irgendwann hat man auch mal den frischen Fisch mit Patata Dingsbums satt; irgendwann kann man auch keinen Schinken, Tappas oder Ćevapčići (das Wort hab ich vorher „gegoogelt“) mehr sehen. Oder?
Italien ist da einfach eine Ausnahme. Alleine die nicht enden wollende Anzahl an unterschiedlichen Pastasorten, in die man sich tagtäglich gerne reinlegen möchte. Oder die Pizzen. Ich meine wird man eine gute italienische Pizza irgendwann mal leid? Ich kann mir das einfach nicht vorstellen!
Dünner, leicht knuspriger Teig mit dezenten Röstaromen aus dem mit Hand, Holz und Herz geheizten Steinofen. Darauf dünn mit dem 200 Jahre alten Rücken des vererbten Holzlöffels verstrichene Tomatensoße, die am Vortag von der Großmutter mit Tomaten aus dem eigenen Garten stundenlang zubereitet wurde. Dann noch wunderbar würziger Mozzarella von der Biofarm des Nachbarn und als Epilog ein paar dezent duftende Basilikumblättchen von Jungfrauenhand gepflückt, die wie aus dem Teig gewachsen, das Ensemble vervollständigen. – Farbe, Duft, Geschmack und Nachvollziehbarkeit in wundervollem Einklang.
Selbst wenn man diesem Konzert irgendwann einmal nicht mehr lauschen möchte, dann gibt’s halt (wieder) leckere Pasta! Und wenn einem das auf den Nerv geht, dann eben ein Fisch oder ein Stück Kalb oder auch mal einen Salat. Spätestens danach – da bin ich mir sicher – will man dann wieder eine Pizza und so könnte das dann weiter und weiter und weiter gehen.
Und dann das Eis. Jedes verkackte kleine Nest hat hier mindestens 2-17 Eisdielen, die unfassbar leckeres Eis machen. Kann man das immer ignorieren und so tun als wär’s nicht da? Auf keinen Fall! Die Versuchung lauert allerorts.
Man findet in Italien – im Gegensatz zu vielen anderen Ländern – auch kaum ein Restaurant was kein „Italiener“ ist. Wir sind jetzt 2.500 km gefahren und ich hab hier noch keinen Griechen, Asiaten oder sowas gesehen. Und das braucht’s auch einfach nicht!
Wie auch immer. Ich schweife ab. Wie war noch das Thema? Ach ja, wie platze ich nicht aus allen Nähten bei alle dem? Jetzt hab ich’s wieder. Der effektivste Tip ist:
Fahr woanders hin!
Ich meine, klar, kann ich hier darauf achten wenig Pasta und keine Pizza und wenig Eis und kaum Nachtisch, aber das hält doch auf Dauer keiner aus! Oder?
Mach doch Sport!
Klar, Sport geht hier super. Fahrrad fahren, laufen, … alles kein Thema. Machen wir auch sehr regelmäßig. Wir könnten alleine mit den ganzen Trainings- und Therabändern, die wir dabei haben den halben Äquator umspannen.
Die traurige Wahrheit ist nur einfach, daß Sport gut ist und kein Sport auch keine Alternative ist, aber mindestens 70% entscheidet einfach die verdammte Fresserei darüber, ob Du auseinander gehst oder nicht! Und wenn Du nicht mehr gerade 22 bist und Essen verbrennst wie ein V8 Benzin, dann kannst Du nicht jeden Tag Pizza, Pasta und Gelato machen.
So, jetzt ist die traurige Wahrheit raus.
Da davon laufen natürlich auch keine Option ist, möge man sich dem Feind mutig stellen und mittels regelmäßiger sportlicher Betätigung und unregelmäßiger Selbstkasteiung dafür sorgen, daß der Genuss nicht zu kurz und der Bauch nicht zu weit vor kommt.
In diesem Sinne,
Buon Appetito!