Hit the road…

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Kapstadt liegt nun schon ein paar Tage hinter uns und wir sind nun mit unserem Wohnmobil „Tommy“ (so haben wir’s genannt) unterwegs. 

Unsere erster Etappe führte uns von Kapstadt in das 120km entfernte Hermanus.  Eine wirklich tolle Strecke. Speziell der Clarence Drive war wirklich sehenswert. Meer auf der einen und das Kogelberg Nature Reserve auf der anderen Seite. Mega.

Hermanus
Fist stop. Onrus Camping Site. Ein wirklich schönes, kleines Städtchen. Vor unserem Campingplatz war direkt eine Mix aus Spielplatz und Fitness-Geräten inkl. Tiden-Pool an dem ein toller Strandpfad entlang ging – sehr fein.
Nachdem wir uns dann mit unserem Camping-Gerät auch im Stillstand (Tische, Stühle, Betten, Grill, Strom, …) vertraut gemacht hatten und die erste Nacht auch gut gelaufen ist, sind wir dann am nächsten Tag zum größten Beach von Hermanus aufgebrochen (Grotto Beach). Hier muß man nicht viel sagen. Super Strand, tolles Wetter, klasse Beach Bar mit Sushi. Geht kaum besser.
Man hätte hier auch gut weitere Tage verbringen können, aber wir wollten weiter. Es gibt ja schließlich auch einen Rückweg  ;-).

Cape L’Agulhas
Am nächsten Tag sind wir dann in Richtung Cape L’Agulhas los. Das ist der südlichste Punkt Afrikas. Steigt man da ins Wasser und schwimmt einfach weiter Richtung Süden kommt erst mal nichts mehr, bis man dann irgendwann am Südpol ankommt. Wir haben aber dann davon abgesehen das auszuprobieren.
Der Ort an sich war ganz nett, aber da „nett“ ja bekanntlich der kleine Bruder von „sch***“ ist, hat man genau nichts verpasst, wenn man nicht dort gewesen ist. Wäre da nicht der südlichste Punkt Afrikas würde da kaum ein Mensch hin fahren. Der Campingplatz war auch komplett leer. Wir waren wirklich der einzige „Camper“ vor Ort.

Shit happens I
Auch sonst war der Tag an dem wir uns Richtung L’Agulhas aufgemacht haben einfach von vorne bis (fast) hinten so ein bisschen schwierig:
Der Weg war ursprünglich mit „entspannten“ 2 Stunden angesetzt (~130km), aber Straße ist hier einfach nicht gleich Straße. Wir sind locker flockig los gefahren und es lief erst einmal super. Auf einmal sagte dann das Navi, dass wir hier jetzt links fahren sollten, aber da war einfach nur eine Schotter-Straße. Ich dachte erst mal: „Cool, das klingt nach Abenteuer!“, aber nach ein paar Metern stellt man fest, dass ein Wohnmobil für derlei Weg nicht gemacht ist. Es hat gescheppert ohne Ende und die Stoßdämpfer haben bereits auf den ersten Metern nach Hilfe geschrien. Mist! Also umgedreht und einen anderen Weg gesucht.
Zum Glück hatten wir eine Karte dabei, die geteerte von nicht geteerten Straßen unterschied. Da hatten wir vorher nur nicht rein geschaut. Doof, aber was soll’s.
Blöd war dann nur, dass die Straße von der wir glaubten, dass sie geteert sei (lt. Karte) ebenso besch… war!
Und da standen wir mit unserem Tommy und konnten es erst mal nicht fassen. Ich habe dann 2 Arbeiter am Wegesrand gefragt, ob die Straße im weiteren Verlauf besser würde und die Jungs haben dies eindeutig bejaht (zumindest verstanden wir das so). Also, „Brust raus zum Heldentod“ und weiter!

Was soll ich sagen?

Die Straße wurde nicht besser.
Die Straße entpuppte sich als 20km lange Schotterpiste.

Absolute Scheiße!

Die ersten km dachte ich noch:“OK, das geht schon; das ist Abenteuer.“, doch diese Einstellung verflog mit jedem km den wir weiter unter die holpernden Räder nahmen und mündete schließlich schon nach der Hälfte des Weges in den Wunsch das ganze Ding hier anzuzünden und zu Fuß weiter zu laufen.

Abenteuer sind super, aber wir hab sie einfach lieber auf geteerten Straßen wie wir jetzt wissen.

Dann sind wir auch tatsächlich irgendwann angekommen – nach fünf Stunden anstatt der veranschlagten zwei. Zum Glück gab’s da ein nettes Kneipchen mit annehmbarem Essen, was uns alle wieder ein wenig versöhnte.

Shit happens II + III
Doch der Tag war ja noch nicht zu Ende. Bei der Einfahrt auf den Campingplatz habe ich dann noch einen Teil der hinteren Stoßstange abgerissen. Super.

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Is there anybody out there? Campingplatz L’Agulhas. (die Frisbee liegt übrigens auf dem Dach ganz links).

Und als ich dann Töchterchen zeigen wollte wie weit ihr „Superdaddy“ mit der Frisbee werfen kann wurde diese von einer Böe erfasst und landete schließlich unerreichbar auf einem Dach. Es folgten Tränen, die nicht die meinen waren.

Das war so ein Tag an dem man wohl am besten im Bett liegen geblieben wäre, aber gut. Shit happens. Wir haben dafür Teile von Südafrika gesehen, die andere mit dem Wohnmobil eher nicht bereisen, zumindest möchte ich mir das gerne einreden.

Der Abend verlief auch ohne weitere Verluste und wir sind dann am nächsten Morgen schnellstmöglich in Richtung Albertinia aufgebrochen.

Garden Route Game Lodge
Diesen Tipp hatten wir von Leuten bekommen, die wir in Camps Bay kennen gelernt haben. Um es kurz zu machen: Die Straßen dorthin waren alle geteert und wir sind in einem kinderfreundlicher Safari-Park, bei dem auch die Allerkleinsten mitfahren konnten, angekommen.

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Wo isser, der Löwe?

Schöne Anlage, gutes Essen und man sieht wirklich auf kleinem Raum was man an Tieren sehen möchte. Alles wildlebende Tiere, denen hier ein attraktiver Lebensraum geschaffen wurde. Ideal für 2 Tage.
Auch hier hat Töchterchen wieder einen kleinen Freund kennen gelernt, Paul, wovon sowohl sie als auch wir profitiert haben. Prima Aufenthalt!

Morgen geht es dann wieder in den Camper. Wohin wissen wir noch nicht so genau. In jedem Fall weiter Richtung Garden Route. Alles weitere werden wir dann sehen…

  One thought on “Hit the road…

  1. Avatar von Esther
    Esther
    24. Januar 2017 um 9:13

    Hi,

    das klingt aufregend, viel Spaß noch 🙂

    Für den Rückweg könnt ihr überlege in Simons Town Stop zu machen und neben der Pinguin Kolonie, an einem Mini Strand (Boulders Beach) die Pinguine zu beobachten. Wenn ihr Glück habt, laufen die direkt über den Strand.

    Und der Ado Nationalpark ist sehr schön, in die Richtung fahrt ihr ja gerade, dort kann man auch selber fahren.

    Viele Grüße aus dem verschneiten Köln :-))

    Esther Stimpel

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