Grande Finale

Unglaublich wie schnell sieben Wochen vorbei fliegen! Wir haben unheimlich viel erlebt und dennoch kommt es einem zurückblickend lediglich wie ein kurzer Wimpernschlag vor. Das ist die Krux an den angenehmen Dingen; sie gehen gefühlt einfach schneller vorbei.

Doch ein bisschen was gibt es ja auch noch zu erzählen!

Nach einigen eher ruhigen Tagen in Somerset West sind wir mit frisch gestärkten Unterhosen los ins „Wineland“ (was nun auch schon wieder 6 Tage her ist). Ich hatte mich da vorher gar nicht so mit beschäftigt und mir war nicht bewußt, daß alleine um Stellenbosch 150 Weingüter zu finden sind. Vollkommen irre!

Selbstredend haben wir dem ein oder anderen auch einen Besuch abgestattet. Ich will hier gar nicht mit zu vielen Details langweilen. Von diesen Weingütern, die zum großen Teil auch Restaurants betreiben, ist einfach eines schöner als das andere. Ehrlich. Da frühstückt man in Korbsesseln vor wild umher springenden Pferden oder sitzt in wundervollen Gärten vor alten grell-weißen Gebäuden, von denen man spürt, daß sie unendlich viele Geschichten zu erzählen haben. Von der Straße aus ahnt man das z.T. auch erst mal gar nicht. Da fährt man durch ein Tor, ein Traktor hier, ein paar Weinreben dort und plötzlich steht man in mitten eines kleinen Paradieses.

Auch werden häufig Picknicks angeboten inkl. Decke, Picknickkorb etc., was wir ebenfalls ausgiebig genutzt haben. Entspannt auf einer Decke oder im Sitzsack mit tollem Essen und einem Fläschchen Rosé. Das Ganze in einem sonnigen Garten unter alten Bäumen. Es könnte schlimmer kommen.

Es gibt sicher viel mehr schöne Weingüter, die wir nicht gesehen haben als umgekehrt, doch die Eindrücke, die wir von diesen Tagen mitnehmen sind ausgesprochen fröhlich und bunt, was nicht nur den tollen Weinen zu verdanken ist, die wir gelegentlich verkostet haben  ;-).

Naja, man kann aber auch nicht wochenlang auf Weingütern und Picknickdecken rumlungern, und so haben wir uns nach langem hin und her entschieden die letzten vier Tage noch einmal am Meer zu verbringen und sind am Donnerstag los nach Langebaan. Ein schnuckliges Städtchen an der Westküste, gut 100 km nördlich von Kapstadt.

Begrüßt wurden wir von zig Kiteschirmen, die den Horizont wie tanzende Drachen schmückten. Das sah einfach toll aus. Tja, und nun sitzen wir hier in unserem Beach House und am Monatag geht es schon wieder zurück. Nicht zu fassen.

Wir freuen uns auch wieder auf zu hause – so ist es nicht. Wir freuen uns auf unsere Familie, Nähmaschinen, Schlagzeuge, Freunde, Italiener, Karneval und vieles mehr, aber wir würden es wohl auch noch ein paar Wochen aushalten.

Nach so einer gewissen Zeit hat man sich irgendwie „eingegroovt“ und hat ein Stück den Puls des Landes angenommen, der – nebenbei bemerkt – eher im kleinen zweistelligen Bereich schlägt.

Nun gut, wir werden jetzt noch ein wenig die Sonne genießen, vielleicht noch ein letztes BBQ veranstalten und dann geht es ab nach Kapstadt und nach hause.

To be continued…

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