Zuckerwatte und Alltag

Tja, liebe Freunde des gepflegten Wahnsinns, jetzt sind wir schon 4 Wochen aus Südafrika zurück und es fühlt sich fast so an als wären wir nie weg gewesen. Ein wenig Alltag zu Hause ist ja auch ganz nett, aber besagter hat einen wieder so schnell im Griff, dass man seine sich langsam nähernde kalte Hand kaum kommen sieht.  

Glücklicherweise sind wir ja auch aus einer südafrikanischen Zuckerwatte-Wolke mitten in den Kölner Karneval geplumpst. Diesen haben wir dank familiärer Unterstützung auch amtlich feiern können. Zumal wir uns auch erst einmal farblich nicht umstellen mußten – beides ist einfach knallbunt. Dennoch ein krasser Schnitt, aber eben auch ein guter.

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U2 kann einpacken!

Doch irgendwann ist auch die letzte Pappnas‘ weggefegt und der Aschermittwoch färbt das Stadtbild wieder ein wenig grauer.

Alltag eben.

Wenn man dann erst mal alle Kostüme, Kölschgläser, Gäste und andere Indizien wieder für ein Jahr weggepackt hat, sieht man auf einmal eine Bruttoregistertonne an ungeöffneter Post, die man in den letzten Tagen doch so erfolgreich hinter Luftschlangen und Ramtamtam verstecken konnte.

Scheiße.

Wenn man damit jetzt anfängt ist man wieder so richtig drin. Aber es nützt ja nichts…

Und so surft man wieder unverhofft in den Trott hinein. Kita, Einkaufen, ein bisschen Sport, hier und da mal ein Mittagsschläfchen, Garage aufräumen und so weiter. Klingt furchtbar, ich weiß  ;-). Es ist aber wirklich ungewohnt, wenn man die letzten 20 Jahre die meiste Zeit von morgens bis abends zu arbeiten gewohnt war und auf einmal kaum etwas wirklich müssen muß.

Keiner will wirklich was von einem und man hat „außer“ der Familie kaum Verantwortung zu tragen. Keine Zahlen, Umsatz, Mitarbeiter. Irre! Auch daran mußte ich mich erst ein wenig gewöhnen. Aber natürlich bleiben auch die guten Seiten des Arbeitens aus: das Miteinander, die Freude über einen guten Auftrag oder eine gelungene Präsentation. Wobei mir das im Moment überhaupt nicht fehlt. Der Tag rollt so locker durch und auch wenn ich meiner Frau gegenüber gerne den vogelfreien Freibeuter und Abenteurer mime, so stelle ich auch fest, daß mir so ein klein wenig Struktur am Tag dann doch ganz gut tut.

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Decksteiner Weiher im März

Bei all diesen Gedanken soll die Tatsache aber auch nicht unerwähnt bleiben, dass es jetzt so langsam auch wieder so richtig juckt und wir lieber heute als morgen in See stechen möchten. Der Berg ruft oder in unserem Falle eben das Meer.

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Unser neues Wohnzimmer..

Daher sind wir gerade fleißig dabei unsere nächsten Reisen zu planen. Wohnwagen ist angeschafft und wird gerade für die nächste große Fahrt ausgestattet, um wieder in unerforschtes Gebiet vorzudringen. Kein Campingplatz und keine Hüpfburg auf unserer Route wird mehr sicher sein. Da wird keine Cannelloni auf der anderen bleiben.

Italien halt Dich fest. Der Zirkus kommt…

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