Kreuz und quer…

Nun ist der erste Teil unserer Reise schon fast vorbei. Vor ein paar Tagen haben wir die AIDA verlassen, haben einige Tage in Bangkok verbracht und sind, während ich diese Zeilen schreibe, auf dem Weg nach Sydney. (Leider klappt das mit der Veröffentlichung der Artikel nicht immer so, da wir häufig kein oder nur sehr schlechtes Internet haben)

Wie es immer ist, wenn man etwas Schönes erlebt, vergeht die Zeit wie im Fluge. Die drei Wochen Kreuzfahrt kommen einem im Nachhinein wie ein Wimpernschlag vor. Doch der Reihe nach.

Nachdem wir einige schöne Tage zum Akklimatisieren in Dubai verbracht haben, ging es dann am 28.11.17 auf die AIDA. Für die meisten von uns ein komplett neues Abenteuer und dementsprechend waren alle auch sehr gespannt und aufgeregt.

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Erstes Ablegen in Dubai. Toller Blick auf die Stadt.

Was soll ich sagen? Es lief alles einfach prima. Wir hatten eine super Kabine mit Balkon, der Kid’s Club wurde von unserer Tochter bestens angenommen und die Eltern haben auch einige echt nette Leute kennen gelernt. Somit kam jeder auf seine Kosten.

Natürlich gibt es bei einem solchen Urlaub auch einige Tücken. Auf diese möchte ich an andere Stelle zu sprechen kommen.

Unsere Route sah aus wie folgt:

Route

Ich will hier auch gar nicht auf jede Station im Einzelnen eingehen. Das würde langweilig werden. Für uns lag der Reiz dieser Tour vor allen Dingen darin, dass wir so auf unkomplizierte Weise und ohne langen Flug nach Asien kommen und dabei auch noch kleine Ausschnitte von Ländern sehen, die wir so mit Kindern erst einmal nicht bereisen würden.

Indien
Spannend war vor allen Dingen Indien. Und natürlich haben wir nur einen ganz, ganz kleinen Schnipsel gesehen. Doch lässt einen dieses Land mit absolutem Staunen zurück und das in jedweder Hinsicht. Freundliche Menschen, bunte Häuser, schöne Strände auf der einen Seite, auf der anderen Seite habe ich noch kein Land gesehen was so voller Dreck und Abfall ist.
Und mir tut es gleichsam leid das zu schreiben, weil wir da als Europäer und speziell als Deutsche sehr, sehr verwöhnt sind. Doch es war zum Teil wirklich unglaublich in welchen Umständen die Menschen dort gelebt haben.
Die Lektorin unserer Kreuzfahrt, die immer tolle Vorträge zu den verschiedenen Ländern und Kulturen gehalten hat, um uns Besucher auf das jeweilige Land einzustimmen sagte, dass man mit offenem Herzen an Indien rangehen möge und, dass man sozusagen vom Dreck absehen müsse oder ansonsten eben besser zu Hause bliebe. Sie hat damit auch vollkommen recht, doch fällt uns das zumindest ausgesprochen schwer. Es bleibt in der Kürze einfach das Gefühl, dass all das Schöne vom Dreck förmlich gefressen wird. Wir haben somit Indien mit sehr gemischten Gefühlen verlassen. Gleichsam schockiert wie fasziniert. Ein krasses Land.

Malediven
Nach Indien machten wir dann auf den Malediven fest. Hier hatten wir sogar eine Übernachtung, die wir außerhalb der AIDA auf einer wunderschönen Insel verbracht haben. Ein unglaublicher Kontrast. Das waren einfach 24 Stunden im Paradies. Die Insel hat nur 200m im Durchmesser, doch hatte einfach alles was man sich für eine solche Zeit wünscht. Strand, Riff zum Schnorcheln, tolles Essen und – wie es der Zufall wollte – war direkt neben unserer Strandhütte eine deutsche Familie mit Tochter im gleichen Alter wie unsere. Jackpot!

Wir sind auch nicht bei jedem Stopp von Bord, weil es – je nach Land – dann doch mit Kindern und gerade mit unserem kleinen Mann mit gerade mal 1,5 Jahren doch sehr anstrengend wird. Es war dann gelegentlich auch einfach mal schön die Ruhe an Bord zu genießen.

Langkawi & Co.
Dann kamen einige Seetage, die wir entspannt am Pool verbracht haben. Wir haben uns hier zu einer netten Dreierrunde (3 Familien mit Kindern) zusammengefunden und uns immer wieder getroffen und Zeit miteinander verbracht. Das war echt super! In Langkawi (Malaysia) waren wir dann am Strand, Kuala Lumpur haben wir wegen einer 4-stündigen Busfahrt ausgelassen, Singapur ebenfalls, weil wir da zum Abschluss unserer Reise noch einmal für ein paar Tage sein werden. Als wir dann fest entschlossen auf Koh Samui übersetzten wollten, hat es derart geregnet, dass z. T. die Transferboote nicht anlegen konnten. Also haben wir das auch gelassen. Shit happens.

Am Ende war für uns vor alle die Zeit an Bord sehr genussvoll. Pool, Essen, gelegentlich abends ausgehen mit Babyphone im Anschlag. Einfach Urlaub. Und dann – oooooops! – war die Reise auf einmal zu Ende und wir sind in Bangkok angekommen.

Bangkok
Irgendwann mussten wir ja den schützenden Hort unseres Kreuzfahrtschiffes verlassen und sind in Bangkok in unser Hotel eingezogen. Direkt am Fluss, der auch heute noch eine zentrale Verkehrsader bildet. Hier geht es richtig zur Sache. Tagsüber rasen die Longtail Boote mit riesigen Motoren hin und her, dass man das Gefühl hat eine Armee Traktoren fährt durch’s Resort. Am Abend fallen vor allen Dingen die Unmengen an beleuchteten Partyschiffen und Hotelshuttles auf, die den geneigten Nachtschwärmer an den Puls des Geschehens verfrachten.
Und natürlich sind wir hier auch mit Kraxe und Co. losgezogen um ein wenig Bangkok zu atmen: Lying Buddha (Wat Pho), „street food“, Nachtmarkt, Shuttle über’s Wasser, Skytrain, Tempel hier Tempel da und natürlich durfte auch eine Tuk-Tuk Fahrt nicht fehlen. Einfach eine krasse Stadt, die wie auf Steroiden daher kommt. Unglaublich!

Nach nun drei Tagen in Bangkok freuen wir uns auf Sydney, wo wir auch Weihnachten feiern werden. Das wird sicher sehr spannend. Für Heilig Abend sind ausgesprochen sommerliche Temperaturen vorher gesagt ;-).

Fortsetzung folgt…

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